15. Dezember 2016
Rehana Harasgama, M.A. HSG in Rechtswissenschaften

Youtube schliesst Lizenzvertrag mit der deutschen Gema

Das Videoportal Youtube und die deutsche Verwertungsgesellschaft für Musikrechte «Gema» haben einen neuen Lizenzvertrag über die Abgeltung von Urheberrechten geschlossen (michael hanfeld, Youtube zahlt Gema, FAZ.NET exklusiv, http://www. faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/youtube-zahlt-gema-videos-sind-wieder-verfuegbar-14506526. html, 1.11.2016). Die Einigung kommt überraschend, da die Gema und YouTube sich seit Auslaufen des alten Vertrages vor sieben Jahren über die von der Gema geforderten Abgaben auch vor Gerichten gestritten hatten. Daher waren viele Videos mit Musik in Deutschland nicht abrufbar. YouTube muss die Gema über Abrufzahlen informieren und entsprechende Zahlungen leisten, welche die Verwertungsgesellschaft an ihre Mitglieder, d.h. die Urheber und Inhaber weitergibt. Die Parteien haben sich auf eine Abschlagzahlung seit 2009 geeinigt. Über die finanziellen Details vereinbarten die Vertragspartner Stillschweigen. In der Schweiz besteht seit 2013 ein Vertrag zwischen der Verwertungsgesellschaft Suisa und YouTube. Wie in Deutschland unterliegt die Entschädigungshöhe der Geheimhaltung. YouTube ist in Europa bereits Lizenzverträge mit Verwertungsgesellschaften in Grossbritannien, Frankreich, Spanien und Italien eingegangen.